Publikationen
Ich arbeite mit Ihnen über den Körper an der Entlastung von Traumatisierungen und anderen psychischen Belastungen. Dabei stütze ich mich auf langjährige Berufserfahrung auf einer psychiatrischen Spezialstation für Traumafolgestörungen, in einem Ambulatorium für Essstörungen, auf psychiatrischen Akut- und Psychotherapiestationen sowie in der ambulanten Praxis. Ich verfüge über eine fundierte Ausbildung mit diversen Weiterbildungen und halte mich bei der Behandlung an offizielle Therapieleitlinien. Willkommen sind Jugendliche und Erwachsene aller Altersstufen. Die Zielsetzung und Ausrichtung eines Therapieprozesses lege ich gemeinsam mit den Menschen fest, die sich auf einen körperorientierten therapeutischen Weg begeben. Therapeutische Arbeit über den Körper lohnt sich, wenn Symptome der psychischen Belastung den Körper betreffen. Im Fall von Traumatisierungen gehört häufiges Stresserleben dazu. Aber auch Erinnerungen, die körperlich spürbar sind, können schwer belasten. Der Körper ist bei psychischen Schwierigkeiten immer beteiligt. So haben Emotionen eine körperliche Komponente wie etwa Erröten oder sich klein machen bei Scham oder Hitze und muskuläre Anspannung bei Wut.
Bewegungstherapie, Körperarbeit, Körperorientierte Traumatherapie, Spezialtherapie, Fachtherapie, Körperpsychotherapie, Ergänzende Psychotherapie, Trauma, Traumatherapie, psychosomatisch, Körperschema, Körperwahrnehmung, Entspannung, Stressregulation
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Publikationen

Fachbeitrag zu Trauma, Traumafolgestörungen und Traumatherapie in Ergänzung eines Erfahrungsberichts mit dem Buchtitel

«Endlich frei»

von Sophie Lou

Ich habe mich sehr gefreut über die Anfrage des Elfundzehn-Verlags, einen Fachbeitrag zu einem Erfahrungsbericht über die Folgen einer sexuellen Traumatisierung zu schreiben. Die Frage lautete nämlich: «Würden Sie bitte neben den psychischen Folgen auch die körperlichen Symptome erklären.» Als ich dann las, wie mutig, ehrlich und klar die Autorin berichtet, was ihr als kleines Kind geschah und wie lange sie damit zu kämpfen hatte, war ich beeindruckt. Man hatte zwar versucht, ihr zu helfen, aber sehr lange wurde nicht erkannt, dass ihre psychischen und ihre körperlichen Beschwerden Ausdruck desselben waren.

Traumafolgestörungen gelten immer noch hauptsächlich als psychische Erkrankungen. Traumatisierungen verändern jedoch das Körpererleben der Betroffenen genauso tiefgreifend, wie diese sich seelisch beschädigt fühlen. Die Taten finden wie bei Sophie Lou sehr oft am Körper statt.

Der Körper ist der Ort, wo Leben stattfindet. Wird er bedroht, schlägt das Nervensystem Alarm und das nicht nur im Moment, sondern auch danach, wann immer etwas an die Traumatisierung erinnert. Stress löst im Körper Anspannung, Schwitzen, Frieren und vieles mehr aus. Der Körper speichert zudem die Erfahrung. Flashbacks von Traumatisierungen werden sehr viel häufiger als allgemein angenommen im Körper erlebt.

Es ist wichtig, dass die körperlichen Traumafolgen und die grossen Möglichkeiten, welche die körperorientierte Traumatherapie bietet, bekannter werden. Diese reichen von Stressregulation zu Entlastung der Traumaerinnerung bis hin zur Beruhigung von psychosomatischen Syndromen.

Sophie Lous Bericht ist unbedingt lesenswert. Meine fachlichen Erklärungen sollen helfen, ihre Erfahrungen zu verstehen. Dabei gilt es zu bedenken, dass jede Traumatisierung ein eigenes schreckliches Ereignis darstellt. Wie schwerwiegend die Folgen sind, hängt erheblich davon ab, wie das Umfeld des betroffenen Menschen reagiert hat. In diesem Sinne wünsche ich mir, dass Leserinnen und Leser während der Lektüre Impulse für den eigenen Weg finden. Es kann gut sein, dass das Buch bei Menschen, die ebenfalls Traumatisierungen erleben mussten, Erinnerungen, Gefühle und körperliche Reaktionen auslöst. In diesem Fall hoffe ich sehr, dass dies mit einem vertrauten Therapeuten oder einer Therapeutin besprochen wird.

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